Liebeskummer

bettgeschichten

Es ist ein Trauerspiel. Der Platz nebenan im Bett ist leer. In schlaflosen Nächten wälzt Du Dich im Meer Deiner Tränen. Fieberhaft willst Du in eine Traumwelt fliehen, in der das ganze Desaster nicht existiert. Du sehnst Dich nach der Zeit, in der das Glück in diesem Nachtlager Dauergast zu sein schien.
Endlich mal eingeschlafen, quälen Dich Alpträume, die schlimmer als jeder Horrorstreifen sind.
Das Aufwachen am Morgen gleicht dem Gefühl in der Hölle gelandet zu sein.
Du hegst Rachepläne gegen den herzlosen Verflossenen, verwirfst sie gleich wieder, und hoffst, er möge zur Vernunft kommen und reumütig zurück kehren.
Eine unbeschreibliche Traurigkeit und Gefühle totaler Verzweiflung breiten sich aus.
Du möchtest fliehen. Aber Du weisst nicht wohin. Du ziehst Dir wieder die Decke über den Kopf und verkriechst Dich in den Federn.

   Dem Liebeskummer paroli bieten

Du spürst, je länger, je mehr, so kann es nicht weitergehen. Aber Du weisst nicht, wie Du Dich aus dieser abwärts drehenden Spirale befreien kannst.
Betrachte doch mal die Kehrseite Deiner miesen Situation. So viel Schönes und Positives, aber auch Aufregendes ist trotz Deines Liebesleids - oder gerade deswegen - vorhanden. Keiner ist mehr da, (oder zumindest vorläufig.....) der neben Dir schnarcht und Dir Nacht für Nacht den Schlaf raubt. Der Luxus, das grosse Bett für Dich allein zu haben ist ein himmlischer Genuss. Kein Gerangel mehr um die Bettdecke. Am Morgen schlafen so lange Du willst, ohne dass Dich jemand penetrant zum Aufstehen auffordert. Fürstlich allein im Bett frühstücken, ohne dass jemand auf Ordnung pocht.  Keiner, der Dich kritisiert und Dich eines besseren belehrt. Niemand ist da, der etwas von Dir fordert.  Du kannst endlich wieder tun und lassen, was Du willst.
Und wer weiss, vielleicht wartet bereits ein neues Glück um die Ecke auf Dich.......
Also nichts wie raus aus dem Sumpf und rein ins pralle (Liebes) Leben.

 

 Ein empfehlenswertes Buch als Bettlektüre:


Live alone and like it
                  

Die Autorin Marjorie Hills erkannte schon 1936, dass allein leben - und sei es nur zwischen zwei Liebschaften - nicht Einsamkeit und Tristesse bedeutet, sondern vor allem ein Abenteuer ist!